Mittwoch, 16. Februar 2011

Alle Vöglein sind schon da

Frühling in den Gärten des King's College

  Just discovered the band Analogism with their smash hit Anale Grande. No kidding. Actually I was only looking for a surf punk rock band I recently came across on myspace, but instead I found this lovely electro duo from Vienna. It's a shame I didn't bookmark the good band...I just know that they are going to play in Birmingham soon and that they have a "bee" in their name...wait, this reminds me: I might still have the Birmingham gig in my google history...*afb*...YES! They are called Sex Beet, also not a great name, but they struck a chord in me.

 So why exactly am I writing all this, I could just say: I found a nice band called Sex Beet on myspace, but...wait, why am I writing at all? My laundry should be ready. When I'm coming back, I'll switch to German and more valuable topics. It's spring! And I took many photographs of it.

 Ok, die Wäsche hat etwas länger gedauert (fast fünf Stunden), da ich Besuch bekommen habe. Daher jetzt einfach nur die Bilder. (Fast) Unkommentiert. Nur ein paar davon sind bearbeitet, ihr werdet selbst sehen, welche. Dabei hätte ich noch gerne über meine großartige Supervision berichtet, über ein bereicherndes Seminar, über Ohrwürmer (my humps und cacky bird legs) und meine neue Position im Boot. Nichts davon! Stattdessen Schlaf :)

 Der Unterschied zwischen den beiden Himmeln kommt durch den Polfilter zustande.





  Vignettierung bei 18mm durch zu viele Filter (alle drei gleichzeitig) ^^



Detail vs. Stimmung







Meine 18-55mm Makro.



  Zwei ähnliche Bilder, aber mit zwei ver- schie- denen Linsen. Für manche Sachen brauch man einfach F1.4. Das Bild rechts übrigens eines meiner Liebslingsbilder überhaupt; spürt ihr auch regelrecht die Krokusse (Kroki?) wachsen?



Zurück in der Stadt. Alle Vöglein waren schon da.















 Und ganz kurz zur Straßen-Photographie. Der Kerl hat tatsächlich drei Kameras um, eine davon sieht aus wie eine Nikon D3, die andere wie eine Nikon D3000 und noch ein älteres Modell, vielleicht sogar analog. So wird's gemacht!


Queens' College. Panorama.

  












Ich weiß nicht warum, aber irgendwie gibt mir dieses Bild etwas. Sind es die roten Beeren?



Mein absolutes Lieblingsbild. Ich mag es, wenn Bilder aussehen wie analog geschossen. Aber wie ich diesen kleinen Scheißer jagen musste...

Sonntag, 13. Februar 2011

Eine Akkuladung Peterborough

 Genauer gesagt 69% einer Akkuladung. Blöderweise hatte ich meinen Akku nicht aufgeladen, bevor ich zum heutigen "Stadt"-Trip mit Katinka nach Peterborough aufgebrochen bin. Warum mit Katinka? Sie ist vermutlich der einzige Mensch auf Erden, der es genau so lang wie ich in einer Kirche aushält. Zweieinhalb Stunden sind wir diesmal durch den Monumentalbau geschlendert, haben hunderte Photos geschossen und die Pracht auf uns wirken lassen. Nicht ganz so lange wie in Ely und auch nicht ganz so geil, aber schließlich hatten wir diesmal auch keine Führung, das Wetter war nicht so gut (aber zum Glück nicht ganz so kalt wie beim letzten Mal - aua!) und die Kirche war auch nicht ganz so abwechslungsreich. Warum Peterborough? Seht selbst!


 Überraschend piazzaesk erschien der Hauptplatz des englischen Städchens, aber spätestens als wir uns umdrehten und die englisch frühgotische Westfassade der Kathedrale sahen, war wieder klar, wo wir waren. Es ist eine der beeindruckendsten Fassaden, die ich je gesehen habe! Drei gigantische Spitzbogenportale wie diese, zumal in dieser Anordnung (das schmale innen!) habe ich noch nirgends gesehen und ich wage zu behaupten, dass diese Fassadenlösung einzigartig ist. Man kann sich an den ganzen detailverliebten Dekorformen gar nicht sattsehen, finde ich...




















  Innen erwartete uns pure normannische Massigkeit, die durch die strenge Wiederholung der Wandgliederungseinheiten noch monumentaler wirkte.

 Die bemalte Holzdecke ist uns übrigens noch aus dem frühen 13. Jh. erhalten geblieben. Auffällig ist das strenge 1:2:3-Muster der Arkaden von unten nach oben: erst ein Bogen, darüber zwei und darüber drei. Typisch englisch und sieht man in vielen größeren Kirchen hier. Wenn ich mich noch an die Vorlesung in Deutschland erinnern könnte, wüsste ich auch, wo das vermutlich begonnen hat. Peterborough wäre jedenfalls denkbar (wobei sehr viele Innovationen aus Canterbury kommen).

   Die Orgel war recht bescheiden, aber hier seht ihr noch ein paar neue Dekorformen (v.a. an den Bögen rechts neben der Orgel) und wieder etwas typisch Englisches: der Obergaden (die Bögen ganz oben, da kommt Hauptsächlich das Licht für das Hauptschiff des Langhauses her) sind doppelwandig. Da kann man durchlaufen und Reparaturen durchführen.

 Die Photoerlaubnis hat drei Pfund gekostet, aber die habe ich gerne gezahlt und auch voll und ganz ausgeschöpft. Die Panorama-Aufnahme hier war nämlich ziemlich laut, da sie sich aus kontinuierlichen Aufnahmen (automatisch) zusammensetzt. Dieses hier soll einfach die schieren Ausmaße verdeutlichen. Ihr könnt auch in den Vierungsturm sehen, der zwar wirklich schön eingewölbt ist (vermutlich viktorianisch), aber eben nicht an die einzigartie Holzkonstruktion in Ely herankommt.
 Ich muss gleich mal weiterlesen (hab morgen eine Supervision), daher fahre ich das Klugscheißen mal zurück und lasse die Photos sprechen.





  Sorry für den Orange-Stich in dem Bild oben, ich hab's noch nicht so mit der Bildbearbeitung...
















  Der Retrochor aus dem Ende des 15. Jh.: Seht ihr die Ähnlichkeit zur King's College Chapel? - Ist der gleiche Architekt.








  Zu diesem Bild muss ich auch noch etwas sagen: Der neue Polfilter hat sich bezahlt gemacht, denn dies ist eine Aufnahme in eine Glasvitrine. Man sieht aber keine Reflexionen. Wie cool ist das bitte?


 Zum Schluss noch ein bisschen schönes Maßwerk an einem kleinen Häuschen in der Stadt und die englischen Schornsteine, die ich so liebe. Außerdem noch ein paar neue Ländereintragungen in meiner Statistik: diese Woche sind Leute aus Dänemark, Ungarn, Tschechien, Bolivien und Südkorea zu meiner Leserschaft hinzugekommen. Wie immer, wtf?

 Und, ach ja, dieses Wochenende habe ich mit den Erasmus-Leuten eine der besten Parties meines Lebens gefeiert! Es war gar kein besonderer Anlass, es waren einfach nur alle richtig gut drauf (und völlig betrunken).

 Uuuund meine ganzen bestellten Sachen sind angekommen. Den Polfilter habe ich ja schon angepriesen, der UV-Filter ist verständlicher Weise unspektakulär (ist halt durchsichtiges Glas, das die Linse schützt), ein Bild von dem Sternfilter lad ich gleich noch hoch (produziert aber sehr starke Geisterbilder), an das Stativ muss ich mich noch gewöhnen und die Fernbedienung funktioniert. Den größten Spaß habe ich mit dem Reinigungskit - bin die ganze Zeit am Staub wegblasen - alle Objektive blitzeblank =)


Noch ein PS, dann ist aber wirklich Schluss: da meine englischsprachige "Leser"schaft zu einem mittlerweile bedeutsamen Anteil gewachsen ist, werde ich versuchen in Zukunft auch ein bisschen auf Englisch zu schreiben. Hoffe, das klappt irgendwie. For my English (speaking) readers: I hope I can interlace some English passages in the future. Thank you for using Sainsbury's Self Check Out!

Donnerstag, 10. Februar 2011

Boneraper


 Wie leite ich am besten die ganzen Photos ein, die nun folgen? Vielleicht gar nicht.



  Ich war auf dem Weg zur Bank, als ich an dem Knochenwaal an unserer Uni vorbeikam. Nur ein paar Bilder, vielleicht, ein Panorama. Nun, natürlich konnte ich das Zoologische Museum der Uni nicht unbesucht lassen. Schon mit Eni hatte ich so viel Spaß darin und diesmal - mit besserer Ausrüstung - vom Photographischen Standpunkt her umso mehr! Ihr hättet es auch selbst erkannt, aber fast alle Bilder sind bearbeitet. Manchmal scheint mir, als ob ein richtig gutes Photo nicht nur durch tausende Euro Equipment und einen erfahrenen Kameramann mit geschultem Auge entsteht, sondern in erster Linie durch gekonnte Bildbearbeitung. Man muss schon ein Photographiegott sein und auch ein bisschen Glück haben (oder einfach immer alles ablichten), damit ein komplett unbearbeitetes Photo wirklich BAM macht.


 Ich weiß nicht warum, aber dieses Bild erinnert mich irgendwie an das Magazin der Deutschen Bahn. Die unglaubliche Schärfe des Kopfes im Hintergrund kommt durch die F1.4 und Bildmittenkomposition (da ist meine Linse bei dieser Blende am schärfsten) zustande. Das wäre ein gutes Referenzbild für den mit-und-ohne-Polarizer-Vergleich. Letzterer dürfte die Reflexionen auf dem Glas verschwinden lassen. Ich geh nochmal ins Museum wenn das gute Stück da ist!




 Ich war heute ehrlich gesagt von meiner Kit-Linse beeindruckt, was sowohl Schärfe, als auch Unschärfe angeht (v.a. bei diesem suboptimalem Licht ohne Stativ!). Diese beiden Bilder hier und auch die nächsten wurden mit ihr aufgenommen, bis ich gemerkt habe, dass ich für manche Motiv mehr Bokehliciousness brauche.


  Die Krabbe (Hansa wüsste wohl etwas präziser, worum es sich handelt) komplett unbearbeitet! Für mich macht das Bild ein bisschen BAM. Nicht zuletzt wegen der marginal beschnittenen Rundung oben. Langsam kann ich sowas verstehen und akzeptieren (hätte früher getobt).


 Da ist wieder meine zehn- oder zwölfbeinige Freundin. Einfach zu cool das Ding. Möchte ihr trotzdem nicht live begegnen (wird eh nicht passieren - ist ausgestorben).

 
 Hier hab ich dann eindeutig die F1.4 gebraucht. Und unten noch eine Photographie von einem Brustkorb. Welch wundervolle Rippen...

 


Wo kommt jetzt schon wieder die Bank her? Auf meinem hastigen Heimweg musste noch Zeit für die Bank in anderem Licht sein. Auch andere Perspektive und andere Bearbeitung. Bald werden die Krokusse blühen!


 




  Im alten Turm der Universitätskirche Great St Mary ist spät noch wer wach.













 Viel dramatischer die uralte Round Church aus dem Mittelalter. Passt bei 50mm Festbrennweite gar nicht auf's Bild. Not macht Komposition.


CCTV is always in use. Everywhere. Sough English. Just like the red phone booths.

 Am gleichen Abend ein Photo von der Seidig- keit meiner blauen Cheap Monday.
A blue jeans cannot get any bluer than this!
Silkier neither ever!

  Niemand weiß, wie, aber es hat sich eine Person auf meine Photos verirrt! Lucía mit Silberlinie auf ihrer rechten Gesichtshälfte. Leider hab ich vergessen, die ISO 6400 vom verherigen Photo rauszunehmen. Anfängerfehler, argh. Jetzt ist alles grieselig... so negativ soll der Eintrag heute aber nicht enden. Für alle, die ein Herz für Photographie haben, der letzte Abschnitt. Alle anderen können aufhören zu lesen (werden jedoch das schlechte Gefühl der Grieseligkeit als letzten Eindruck in Kauf nehmen müssen ;p).








Addendum


 Dieses Bild hat mir die Entscheidung maßgeblich erleichtert, ob ich weitere 20 Euro für noch einen Filter (Hoya NDx8 HMC - verdunkelt einfach nur die Linse gleichmäßig, sodass man auch bei Tageslicht längere Verschlusszeiten für z.B. milchiges Wasser verwenden kann. Ein Muss für Photographie in Schnee) ausgeben will. Das Wasser ist bei 2" auch ohne Filter schön milchig und auch nicht viel zu hell. Hab außerdem noch zwei ganze Stufen EV-Korrektur Spiel nach unten :)


  Meine in diesem Eintrag bereits gepriesene Kit-Linse stellt sich als echte Einsteiger-Makro heraus (dieses Photo handgehalten bei F36 aus einem Abstand von 16cm zum Linsenfrontglas!!). Spart mir (vorerst) 390 Euro, aber ich werde mir wohl doch irgendwann die Tamron SP AF 90mm f2.8 Di leisten. Ein irrationaler Herzenswunsch, aber endlich habe ich mal etwas, für das ich mein Geld gerne ausgebe ^^

 


 Kompositionsstudien nachts um zwei in der eigenen Unordung. Bei F1.4 sieht alles gut aus, finde ich. Hier hab ich zum ersten Mal Sachen absichtlich ganz knapp abgeschnitten. Soll aber nicht zur Gewohnheit werden...


















  Zuletzt: Bokeeeeeehhh... so damn creamy!
Gute Nacht, meine Lieben!

Dienstag, 8. Februar 2011

Was haben eine Fernbedienung, ein Gorilla und mehrfachvergütetes Glas gemeinsam?

 Ich habe sie gerade bestellt ^^,
Endlich habe ich den günstigsten Weg gefunden, meine heißbegehrten Ergänzungen zum vollendeten Photographenglück zu bestellen: drei Filter, ein Stativ, ein Fernauslöser und ein Reinigungskit. Überraschender Weise ging alles über amazon.co.uk am billigsten, drum hab ich nicht lang gezaudert und mir obendrein £20 Versandkosten gespart. Außerdem waren die Anschaffungen noch um einiges günstiger, als sie in Deutschland gewesen wären, dem schwachen Pfund sei Dank (ganz davon zu schweigen, was die Sachen im Geschäft gekostet hätten - mindestens das Dreifache)!

  Für die meisten hier wird das wohl der langweiligste Eintrag bisher, mir egal, ihr seht später die Unterschiede in den Bildern (wenn ich euch auf sie aufmerksam mache).

 Die Filter (alle 55mm, passen somit auf beide Sony-Objektive)
- Hama UV Filter 390 (0-Haze) Wide 3 mm, C14 Coated
 Schutz für's Objektiv. Unter Profis umstritten, aber bei der Highend-Qualität dieses Filters (14fach-Vergütung!) geht auch nichts (wahrnehmbares) an Bildqualität drauf. Hat ein Frontgewinde, sodass man noch einen Filter vorschrauben kann. Extraflach für Superweitwinkelaufnahmen.
- Hoya Pro-1 Digital PL-CIR
  Zirkulärer Polarisationsfilter. Minimiert Reflexionen von nicht-metallischen Objekten (Wasser, Glas, etc.) und erhöht die Sättigung im Bild, macht insbesondere einen blauen Himmel noch blauer und Gras noch satter. Unverzichtbar für Landschaftsaufnahmen :D
- Hoya Star 8
 Das ist einfach ein kleiner Effektfilter, den ich mir gewünscht habe. Keine weitere Beschreibung, ihr sollt das Ergebnis später bei der Anwendung im Bild sehen.

 Das Stativ
Ein Joby Gorillapod GP2 SLR, den man sich wie einen Affen überall dranklammern lassen kann. Nach langer Überlegung dem Trendobjekt verfallen, da es hier nur £30 kostet, einen späteren Stativkopf für ein "ordentliches" Stativ ersetzen kann, klein und leicht ist, sowie v.a. sehr flexibel. 

 Der Fernauslöser
Wozu das denn, wenn man schon einen Auslöseknopf an der Kamera hat und für verwacklungsfreie Bilder einfach den Selbstauslöser verwenden kann? Nun, für Sternenphotographie, zum Beispiel. Da müsste ich sonst den Auslöseknopf ohne zu Verwackeln - was selbst mit Stativ unmöglich ist - ca. 30 Minuten lang drücken. Bei der kleinen Infrarotfernbedienung (leider ohne Kabel, aber hey: bei £ 5.99 konnte ich nicht nein sagen) drücke ich einmal drauf und wenn mir die Belichtungszeit recht, nochmal. Es gibt auch noch andere Anwendungsgebiete, aber ich will es auch nicht mit dem Photographie-Eintrag übertreiben...

 Das Reinigungs-Kit
Hilft dabei Gehäuse und Objektive schonend zu reinigen und verkauft sich aufgrund der weitverbreiteten Photographenparanoia (F40.2 Amathophobie) wohl hervorragend. Hab jetzt mal nicht das Set von Carl Zeiss für umgerechnet über 40 Euro genommen, sondern das von Hama für'n Zehner. It get's the job just as well done.

  Da sage einer, man könnte sein Auslands-BAföG besser auf den Kopf hauen :D