Dienstag, 28. Dezember 2010

Dublin - Part I

 Das Kernstück der Reise: Pigeon Park.


 Ich entschuldige mich für die furchtbare Tonqualität, welche durch mein hysterisches Gekeife zustande kommt. Aber seht mal: ich hatte Todesangst!
"Mein Leben mit dem Trauma" 
- das neue Buch von Thomas Czikm...

  Und ich habe heute das erste Mal seit Langem wieder versucht, meine Statistik abzurufen. Là, es funktionierte; einfach so! Wollte nur mal Zigaretten holen, kommt nach 20 Jahren zurück, sagt kurz Hallo hockt sich auf die Couch und schaut fern, als wäre nie was gewesen. Jedenfalls, interessante Ereignisse: Neuzugänge in diesem Monat aus Kroatien, Frankreich und der Schweiz! Plötzlich immenses Interesse aus Spanien und gestern - ohne mein Wissen - überschreiten deutsche Besucher die 1.000er-Marke! 15 Aufrufe an Heilig Abend; wer macht den sowas? Zudem: Fast 23% Einbruch im November im Vergleich zum Oktober und im Dezember können wir froh sein, wenn wir die 50% erreichen :) Die Aufrufe scheinen sich direkt proportional zu der Anzahl meiner Einträge zu verhalten. In den ersten Tagen, ja zwei Wochen meines Erasmus-Aufenthalts war der Blog so wichtig, das Wurmloch nach Hause und der Verarbeitungsmechanismus der überwältigenden Erfahrungen. Später mit der Routine wurde er zum Wochenrésumé und nun in der alten Heimat Bayern ist es eine Hausaufgabe, ein Abarbeiten. Aber ich will euch allen die Geschichte von Dublin erzählen, die Bilder von Ely zeigen! Morgen. Jetzt erstmal schlafen gehen, da ich morgen ganz früh aufstehe um mit Hansa, dem alten Haudegen, zu frühstücken.

 PS: Heute habe ich die Sony SLT α55 18-55 (Kit) + SAL 50mm F1,4 + Hama SDHC 16GB HS PRO Video bestellt. Es klingt so amtlich, das macht mich froh ^^ Das Suchen und Vergleichen hat ein Ende (endlich freeeiiii), ich nehme genau die Kamera, für die ich mich vor über zweieinhalb Monaten entschieden habe...dennoch habe ich das Gefühl, dass das stundenlange Forsten durch Kamera-/Objektivreviews und das Abonnement von Digital Rev TV bei Youtube trotz allem kein Ende nehmen werden. Ich mutiere zu einem Wilhelm...

Dienstag, 21. Dezember 2010

Im Verzug

"Und einmal mehr entsteht ein Blogeintrag im Zug, wobei das nach zwei Stunden Schlaf und mit der tief stehenden Sonne in den Augen vielleicht nicht die beste Idee sein mag. Es soll um Dublin gehen, um Ely und um Trier. Ich werde mir, was Photos angeht, ein paar Borgungen erlauben müssen, da ich mit einem halbleeren Akku, aber ohne Ladegerät, nach Irland aufgebrochen bin. Wohl das Ergebnis der hastigen Packaktion um 5 Uhr morgens. Nach einer durchzechten Party-Nacht. Die Grenzen wurden ausgetestet und erfolgreich gedehnt. Und immer wieder muss ich denken: Wenn du mal ein Kind haben wirst, wird es krasser. Das Leben eines postmodernen Schurken wie Thomas Czikmantori ist nun mal ein anstrengendes :)
 Dublin begann eigentlich schon Mittwoch, als Wilhelm vor der Corpus Clock im Burst-Mode mir mit sieben Bildern pro Sekunde die Seele stahl, oder zumindest 8 Millionstel davon. Die Photos dokumentieren eine authentische Out-of-Bed-Frisur, die dadurch zustande kam, dass ich nach einer regelrecht insomniösen Nacht das Mittagsschläfchen etwas zu nötig hatte und über meine Mittagspause hinaus und durch meine komplette letzte Vorlesung in Gender Developement geschlafen habe. Nachdem wir Willes Sachen bei mir abgelegt hatten, ging natürlich sofort das Sight-Seeing los, Wilhelm zeigte mir alles Sehenswerte an seiner nur wenige Tage alten Sony a33, der kleinen Schwester jener Kamera, die ich mir bald zulegen werde."

 So weit bin ich im 96 Minuten verspäteten IC nach Mannheim gekommen, bevor ich in den 93 Minuten verspäteten IC nach München umsteigen musste. Entscheidungen wurden gefällt; in diesem Eintrag nur über Cambridge und Dublin, im nächsten dann über Ely und im übernächsten über Trier. Sonst verlöre dieser Eintrag gänzlich seine Identität und bliebe in jedem Falle zu oberflächlich.

 Jedenfalls: Wille war da und wir holten erstmal nur das Beisammensein nach, auf das wir lange genug verzichten mussten. Nichts da von Kleinjuwelen spätgothischer Sakralarchitektur. Im Allgemeinen hat der gute Wille nicht viel von der Stadt gesehen, das wird vielleicht bei seinem nächsten Besuch nachgeholt. Wir glühten gemeinsam vor, ich wollte ihm die legendäre Mittwoch-Nacht im Cindie's zeigen, welche noch umso legendärer werden würde, da es die letzte des Terms sein würde. Um halb elf rissen wir uns von meinem winzigen Zimmer los, gerade rechtzeitig um die Letzten in einer unendlich langen Schlange (in der sich bereits multiple Mädels immerhin mit einer gewissen Grazie übergaben) vor dem Eingang des begehrten Clubs zu sein. Das lange Anstehen kollidierte auch insoweit mit meinen Interessen, da ich spätestens um eins im Bett sein wollte, um am nächsten Morgen "fit" für Fairbairnes zu sein, dem wichtigsten Bootsrennen im ersten Term. Es half alles nichts, wir blieben draußen. Eine rettende Sms von Haile lud uns zum schottischen Ceilidh-Tanz (http://www.youtube.com/watch?v=iXmnP38EAow) in den besetzten Old School Room ein und wir folgten ihrem Ruf. Ihr habt sicher von den Protesten gegen die Erhöhung der Studiengebühren in England gehört, Farbbeutel auf Charles und so, die Besetzung des Old School Room war eine verwandte Aktion. 
 Als wir ankamen, versorgten wir uns mit handgeschriebenen "I SUPPORT THE OCCUPATION"-Aufklebern (welche Wilhelm später einige unangenehme Fragen an der Flughafen-Sicherheitskontrolle nach Dublin einbringen sollten) und hörten kurz dem Meeting der Besetzer zu, das eigentlich schon vor Stunden hätte zu Ende sein sollen. Die schottischen Musiker aus London verspäteten sich aufgrund der verschneiten Wege nach Cambridge, doch gegen halb eins begann das lustige Treiben zu Fideln und Mandolinen. Chaotisch, witzig und teilweise schmerzhaft, in jedem Falle schweißtreibend, aber unbedingt empfehlenswert. Wilhelm, Haile und ich wirbelten uns durch die Dreads und Ohr-Tunnel, stampften auf vier und schrieen dabei Hey!.
 Nachdem ich zu Hause meine E-Mails gecheckt hatte (es war nämlich theoretisch möglich, dass das Ruder- wettrennen ausfallen würde, wenn der Fluß zugefroren sein würde) und gelesen, dass unser Team zur Hälfte ausgetauscht werden würde, da wir erst um zwei Uhr nachmittags (statt acht Uhr morgens) dran sein würden, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen mehr, im Old School Room zu übernachten. Also haben wir drei mein Luftbett und ein paar Decken geschnappt und sind zurück zur Besetzung. Und alle schliefen schon. Und der Raum war komplett voll. No life at all in the house of dolls, no love lost. Also Kommando zurück und alle bei mir übernachtet.


 Aber erst noch Photos machen bis vier Uhr. Haile ist übrigens um sechs wieder aufgestanden um zum Protest um sieben zu gehen, welcher abgesagt werden würde...
 Das Rennen lief trotz der turbulenten und wirklich perfekten ersten Nacht mit Wille ziemlich gut. Obwohl unser Boot zu 50% aus Substituten bestand, welche seit 3 Wochen nicht mehr trainiert hatten und unsere ganzen Kommandos noch nie gehört hatten, obwohl Matthew in der Mitte des Rennens einen Krebs gefangen hat (Ruder wird vom Wasserdruck nach unten gezogen und der Ruderer hat keinerlei Kontrolle mehr über jenes), die ihn aus dem Sitz katapultierte und den Sitz aus den Schienen, und obwohl Dan und ich 100m vor dem Ziel dachten, das Rennen sei zu Ende, machten wir einen ordentlichen Platz in der Mitte des Feldes.


 Schon mal eine Sonnuntergangsstimmung um drei Uhr Nachmittags gesehen?

 Zur Belohnung für die respektable Ruderleistung gab's nach einer revitalisierenden Dusche Fish & Chips im Eagles mit Wille und Christian. All hand-battered deliciousness that get's the job done!



 Nach einem kurzen Abstecher zum H&M und T.K. Maxx (Wille hat sich sooo geile Stiefel gekauft - in Vikingergröße! Bilder folgen.) sind wir schon zum nächsten Happening, Essen mit Noelia, Sandra, Lola, Emma und Judith. Gegessen haben wir natürlich nichts mehr, aber dafür haben wir jede Cidre-Sorte dieser Welt probiert. 3 blokes - 3 bottles:














 Später ging es traditionsbewusst zu Noelia, Sangria-Abend! Oh Mann, das sind immer die besten Abende! So viel von dem professionell gemischten alkoholischen Erfrischungsgetränk landet auf ihrem Teppichboden und ständig sind Leute am Wischen. Diesmal waren wir so viele, dass manche aus Schüsseln tranken und andere aus Platzgründen unter dem Bett Platz nahmen. Hier zwei von Noelias (bearbeiteten) facebook-Bildern:



 In dieser Nacht gelangten wir schließlich ins Cindie's, Weihnachtsparty zu David Guetta und Rihanna mit Rentierohren und Raver-Leuchtstäbchen. Chips with Cheese um halb vier. Am Trailer of Death.

  Es ist einfach jetzt schon der längste Eintrag und wir sind noch nicht mal in Dublin...Freitag morgens aus dem Bett gekrochen, der ambitionierte Ruderplan wollte eingehalten werden. Ergo-Verabredung mit Christian um 1100am. Welche er per Sms abgesagt hatte, was ich aber nicht wusste, da mein Posteingang voll war...Pain is Pleasure...Haile kam zufällig genau um die Zeit spontan vorbei, die Proteste waren ja um die Ecke. Dieses Photo:


  Erweckt jetzt den Eindruck von Ruder-Hardcoreness, aber nach dem mäßigen Training ging es sofort zurück ins Bett. Aufgestanden sind wir für verbranntes Rührei-Frühstück aus meiner Hand und Panik-Shopping für das Boat Club Formal am Abend. Egal welche Boutique wir betraten, sie war kurz davor zu schließen und wir kamen mit Extrawünschen, wie Sakkos für Schweden mit extrem langen Extremitäten. Aber schmal geschnitten. Und Hemden! Und eine schwarze Seidenfliege für mich. Aber nun kenne ich die Adressen in Cambridge. Falls jemand jemals ein feines Gewand sucht, englischer Sartorialism wartet auf Sie und Ihn!

 Abends also einander die Manschettenknöpfe angelegt und Krawatten gebunden, ich mit meiner Fliege gekämpft, youtube half, es musste ja eine zum Selberbinden sein, Stil und so...der Stress hat sich gelohnt, wir brauchten uns an diesem Abend nicht zu verstecken. Wilhelm wurde auch Dank seiner (für Normalsterbliche als groß empfundenen) Kamera für den Photographen der Veranstaltung gehalten, was uns wunderschöne Gruppenphotos wie dieses einbrachte:

 Und nein: ich bin nicht so klein, die sind einfach so groß! Bringen uns aber gute Hebelwirkung auf's Wasser :)

Das Dinner war großartig, wobei ich es mir orgiastischer vorgestellt hatte. Der Dean jedoch hat so ziemlich alles, was Spaß macht, verboten, weshalb es sehr zivilisiert zuging. Aber gutes Essen, gute Gespräche (ich saß zwischen einer Franzosin und einer Halb-Armenierin-Halb-Schweizerin) und rührende Ansprachen von unseren Coaches et al.




 Nach dem Dinner ging es noch zum St Catherine's Christmas Bop und nach jenem zu Eddie's Erasmus-Hausparty. Kaum überraschend, dass wir nicht mehr zum Schlafen gekommen waren, bevor wir unsere sieben Sachen packten (Wilheim nur seine sechs Sachen, für mehr war kein Platz im Handgepäck) und zum Bahnhof rannten. Immer auf den letzten Drücker :D Wir brachten Christine noch eben das Luftbett (aufgeblasen - für Luft ablassen war keine Zeit) vorbei, da sie multiple Gäste erwartete und ab da rannten wir nur noch. Auf halbem Wege trafen wir unsere Reisegefährtinnen, Noelia und Sandra, was mich zum Irrglauben verleitete, wir seien doch gar nicht so spät dran, aber nein, es hieß bloß, dass sie mit ihren Trollis auch anfangen mussten zu laufen. Wir schafften es wirklich gerade noch, daher hieß es erst im Zug nach Stansted aufatmen...und Muffins.

Ich glaube ich habe mir Aufatmen und Muffins jetzt auch verdient, Dublin dann wirklich erst beim nächsten Mal...es tut aber gut, euch wieder zu schreiben!

Mehr Kunst!

Freitag, 10. Dezember 2010

Zug um Zug

 Im Moment gäbe es so viel zu erzählen, so viele Bilder zu zeigen, aber gerade kann ich nur ans Ausziehen denken; nein, nicht dei Mam, sondern aus meinem kleinen Zimmerchen ausziehen. Und wieder mal bereue ich, so viel Kram angehäuft zu haben...
 Aber, wenn das hier mal geschafft ist und ich noch Zeit über habe, dann gibt's den Dublin-Ubereintrag, versprochen! Außerdem sehen wir uns eh bald wieder; morgen nach Trier und den Samstag darauf nach Landshut.
 Puss Puss!

Montag, 29. November 2010

Multiple Layers

 Alles so vielschichtig hier...gerade trage ich drei T-Shirts und zwei (!) paar Socken. Gestern Abend meinte unser Coach, dass wir heute wohl nicht aufs Wasser gehen können würden, da der Fluß wahrscheinlich zugefroren sei, aber heute um 615am kam dann doch die ermunternde Nachricht, dass die Cam genug abgetaut sei. Munter war ich trotzdem nicht. Die Nacht zuvor noch die 8000m in meiner persönlichen Bestzeit gefahren, da ich mit dem Ausfall gerechnet habe und ein bisschen Ergo-Training vor dem zu-Bett-Gehen garantiert immer einen Zoë-Schlaf.
 Zum Glück hatten wir heute nur ein kurzes Outing, sonst hätten wir den einsetzenden Schneefall bei unserem Ausstieg voll mitbekommen. Richtig weihnachtliche Flocken. So fluffy - I could die!!! :D Eni hat Spuren hinterlassen. Naja, jedenfalls waren wir heute das erste Mal rechtzeitig zum Frühstück wieder am College. Mein Abdomen schnurrt nun zufrieden gefüllt mit Schichten aus Spiegelei, Pilzen und Bohnen, samtig zugedeckt mit braun gezuckertem Porridge.


Am Morgen: Ausnahmsweise ein Photo, dass keine Nachbearbeitung braucht.











Bis auf ein bisschen Zuschneiden auch unbearbeitet.

  Die kleine Unregelmäßigkeit in der Eiskruste des Bachs haben wir Daniel zu verdanken. Er wollte sehen, ob man auf dem Eis schon stehen kann. Seine empirische Fallstudie brachte ihm das Ergebnis: nein. Und einen nassen Fuß.

Sonntag, 28. November 2010

...und er ruhte am siebenten Tage...

 Es ist immer furchtbar sympathisch, wenn Menschen Gemeinsamkeiten mit Gott suggerieren, während sie von sich sprechen :) Doch es verhält sich nun tatsächlich so, dass ich heute, am siebenten Tage dieser Woche, einfach nicht weiter machen kann, nur ruhen und endlich wieder meinen Lieben schreiben, welche seit Äonen schon vernachlässigt worden zu sein scheinen (ich habe immer noch keine Konstruktion im Deutschen gefunden, welche mehr als vier Verben am Satzende vereint). So viel ist passiert in sieben-mal-vierundzwanzig Stunden, so viel geschafft und geschaffen, allein Enis Besuch eine kleine Weltengeburt.
 Und mit der fange ich auch an, hangel mich vielleicht noch vor bis zum letzten Sonntag, an dem ich eine regelrechte Phototour durch Cambridge gemacht habe, obwohl ich anfangs nur Katinka bei ihrem Rennen anfeuern wollte.
 Donnerstag Nacht kam Eni am Flughafen in London Stansted an, gewissermaßen, denn es dauerte eine Stunde und diverse Anrufe bis sie unter der blauen Leuchtschrift International Arrivals erschien, was ich vor allem auf die manchmal eher schlechte als rechte Organisation am Flughafen attribuiere. Aus zwei Paralleluniversen, in denen wir die gleichen Geschäfte und Gänge sahen, aber nicht die gleichen Menschenmassen, wurde eins und das Wiedersehen war nach so vielen Widernissen natürlich umso schöner. Nachdem wir auch herausgefunden hatten, dass wir den letzten Zug nach Cambridge verpasst hatten und ich die Tickets umsonst gekauft hatte, malten wir uns schon aus, auf welcher Bank im Flughafen es sich wohl am besten übernachten ließe. Zum Glück fahren ja rund um die Uhr Busse...das erste glückliche, wenn auch geschaffte Photo:

 Gegen halb eins begrüßten wir Cambridge nach aufregenden Gespächen im Bus in neuer Frische (denn so kalt war es in Cambridge seit den Anfängen der Wetterdokumentation noch nie, fast). Noch ein paar Torteloni gekocht und das letzte bisschen Pesto aus dem Glas gekratzt. Erst um zwei im Bett, weil wir das Quatschen einfach nicht sein lassen konnten :)

 Lasst einfach mal die zehn (chronologisch geordneten) Bilder vom ersten Tag auf euch wirken, sie werden dem Abwechslungsreichtum und der Fülle dieses Tages besser gerecht, als meine Worte: 

 








 Wir sehen Kirchen, Colleges, die Kirchen der Colleges, ihre Brücken und die zwei Jugendlichen davor, die Union mit pinken Cocktails nebst Billiardtisch und heißen "Luxury"-Schokoladen mit Marshmallows, einen schwarzen Schwan an den Bootshäusern der Colleges, die köstlichen Fish'n'Chips vom Eagle, eine magische Pyjamaparty (oder sehe nur ich die Feuerzunge aus Noelias linkem Zeigefinger flammen?), typisch englische Wohnsiedlungen, in denen man nicht abgeneigt wäre zu wohnen, wir sehen gute Gespräche, überdimensionale Deko-Engel und glitzernde bunte High-Heels, einen Sonnenuntergang am King's College und den Evening Song in seiner berühmten Kapelle, und im Allgemeinen Frost, sichtbaren Atem und viel zu trinken. Naja, ich sehe das alles, wenn ich mir die Photos anschaue, ihr vielleicht ein bisschen weniger ^^
 
 Und schon um eins ins Bett, denn schließlich sollte ich fünf Stunden später bereits zum Bootsrennen aufstehen. Die Vorbereitungen bei Dunkelheit und Handybeleuchtung getroffen, den ersten Schritt aus dem Haus auf schneebedeckten Boden gesetzt. Die Besprechungen mit dem Team, das Aufwärmen, die Motivationsrufe, die Schokolade der Steuerfrau Lara, der dramatische Start, bei dem es begann zu schneien, die "Kollision" mit dem gegnerischen Boot vom Wolfson-College (unsere Ruder haben sich miteinander verhakt), welche uns den Sieg kostete. Die kurze Enttäuschung und der Vorzug, dass ich nun doch mehr Zeit für meinen Gast haben würde. Der spontane Besuch des zoologischen Museums der Universität und der Shopping-Marathon (Strasssteine, Wuschel, Glitzer und Puschel), der sich anschließen sollte. Und hurtig zurück zum College, um sich schnell für die Advent-Hall in St Johns mit Adrian fertig zu machen. Das Dreigänge-Menü, das einen eigenen Eintrag wert wäre. Die expliziten Gespräche in der St Johns-Bar, später jedoch die erfolglose Infiltration des King's College, gefolgt von der ebenso erfolglosen bei der Union. Last resort war der Fernsehraum von Catz mit Digestives und Cidre, in dem aber bald die Briten kamen, um Cricket zu schauen. Klischeehafter wird ein Samstag-Abend in Cambridge nicht :)




 
 
 
♥
 
 







 Und schon das letzte Mal das Licht löschen, wenige Stunden schlafen, um wieder in die Dunkelheit zu stolpern aus der man ins Bett flüchtete. Um 545 morgens am Busbahnhof bei einer dermaßenden klirrenden Kälte, dass sie selbst die Kälte des ersten Abends in den Schatten klirrte. Abschied nehmen. Guten Flug!

Ein schönes kurz-langes Wochenende nach einer ebenso kurz-langen Woche...


Dienstag, 23. November 2010

Peon

 Verzeiht meine Abwesenheit, aber seitdem ich meine Aufrufstatistik nicht mehr abrufen kann, ist die tragende Säule meiner Motivation weggebrochen. Nein, Spaaaß, natürlich liegt es einfach nur daran, dass ich Tag und Nacht an meinen Aufsatz über die Zuverlässigkeit von Kindern unter sieben Jahren als Zeugen arbeite (wenn ich nicht gerade rudere). Aber ich hab schon bald die 3000 Wörter zusammen, die so ungefähr die Untergrenze an Umfang/Unfug darstellen. Habt ihr die unsaubere U-Alliteratur bemerkt?
 Aber ich habe eine Quintillionen Bilder oder zwei für euch im Kasten, von daher seid gespannt! Ein Vorgeschmack:


 Zum Schluss noch eines dieser Zitate, die veröffentlicht werden, sobald ich berühmt bin:

"Da ich als Kind keine Freunde hatte,                   
                  begann ich früh mit Worten zu spielen."